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Die Intellektuellen und die moderne Gesellschaft VIII

€ 19,00
ISBN: 9783901402418
Autor/en: 
Hans Speier

Herausgegeben und eingeleitet von Robert Jackall Übersetzt von Wilfried Prantner Während es in Frankreich eine bis in die Jahrzehnte zwischen den beiden Weltkriegen zurückreichende historische und sozialwissenschaftliche Intellektuellenforschung gibt und auch in den USA kontinuierlich im Bereich der IntellektuellenSoziologie gearbeitet wurde, ist die Auseinadersetzung mit der Rolle und der politischen Wirkung der Intellektuellen im deutschen Sprachraum immer noch nicht sehr systematisch entwickelt. Dies hat unter anderem zur Folge, dass der Intellektuellen Begriff in unterschiedlichen sozialen und politischen Kontexten oft sehr wenig, differenziert, sehr oft auch als eine Art politischer „Kampfbegriff“ (in positiver wie negativer Hinsicht) verwendet wird. Die in der vorliegenden Publikation gelungene Zusammenstellung von Aufsätzen und Essays zur Intellektuellen – Frage und zu anderen wichtigen Themen der Wissenssoziologie des im Jahre 1905 in Deutschland in die USA emigrierten Soziologen Hans Speier bietet hier nun eine sehr wichtige Möglichkeit, die gegenwärtige Diskussion über den gesellschaftlichen Stellenwert der Intellektuellen in der Moderne und Spätmoderne durch einen systematischen Rekurs auf das in diesem Bereich bereits erreichten Analyseniveau so bedeutender Soziologen wie Karl Mannheim, Norbert Elias und eben Hans Speier zu bereichern. Der Band, der durch eine hervorragende Ausleuchtung der Biografie und des Wirkens von Hans Speier durch Robert Jackall, Soziologe am Williams College, Massachusetts, eingeleitet wird, enthält die wichtigsten Beiträge des deutsch-US-amerikanischen Wissenssoziologen- der als langjähriger Direktor der Social Science Division des regierungsnahen Forschungsinstitutes RAND in Kalifornien auch sehr interessante Erfahrungen und Einsichten in die Beziehung von Wissenschaft, Intelligenz und politischer Macht gewinnen konnte – zur Thematik der Intellektuellen in der modernen Gesellschaft, zur öffentlichen Meinung und Propaganda aus dem Zeitraum ab Beginn der 1930er Jahre. Die Aufsätze und Essays von Hans Speier, die mit wenigen Ausnahmen noch nicht in deutscher Fassung vorlagen, sind abgesehen von ihrer inhaltlichen Relevanz- besonders folgenreich und heftig diskutiert in der „scientific community“ war seine scharfe Kritik an dem wissenssoziologischen Ansatz von Hans Speier, die mit wenigen Ausnahmen noch nicht in deutscher Fassung vorlagen, sind abgesehen von ihrer inhaltlichen Relevanz – besonders folgenreich und heftig diskutiert in der „scientific community“ war seine scharfe Kritik an dem wissenssoziologischen Ansatz von Karl Mannheim, den er im Jahre 1937 veröffentlichte- auch äußerst brillant und fesselnd geschrieben, war doch, wir Robert Jackall in eine Einleitung betont, für den intensiv mit der Welt der Literatur verbunden Hans Speier der Essay die für ihn adäquateste intellektuelle Ausdrucksform. So finden sich, was diesem Band besonders interessant macht, auch ein längerer Essay über die Funktion von Witz und Ironie im Feld der sozialen Beziehungen und der Macht sowie über Fragen von Devianz und Sozialstruktur. Die vorliegende Veröffentlichung, die durch eine sehr geglückte inhaltliche Auswahl und eine sehr niveauvolle instruktive Einleitung zu Person und Werk besticht, kann somit als ein wichtiger Beitrag zur historischen, theoretischen und konzeptuellen Fundierung und Weiterentwicklung der Intellektuellenforschung im deutschen Sprachraum bezeichnet und gewürdigt werden. 404 Seiten

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Preis: € 19,00