Gegenüber christlichen Predigern waren, allen Ungleichheiten auf Erden zum Trotz, erstmals alle Menschen gleich. Seit die Predigerrolle vom historischen Jesus begründet und in einer Gruppe um Paulus in Antiochia zu einer christlichen weiterentwickelt wurde, hat der Umgang mit ihr und ihren Trägern öffentliche Kommunikation und kulturelle Orientierung entgrenzt. Die Arbeit rekonstruiert diese bahnbrechende Entwicklung. Sie zeigt, wer die Rolle und ihre Träger wie und warum als Medien nutzte und dabei die Entwicklung des Christentums und der Kirche sowie Europas geprägt hat, bis im Mittelalter Grenzen des Umgangs mit den Predigern als Medien entdeckt wurden. Abschließend zeigt sie, wie bei der Überwin-ung die moderne okzidentale Rationalität entwickelt und das Ende der Bedeutung christlicher Prediger als Medien eingeleitet wurde. 299 Seiten