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Hölderlin, Feuchtersleben, Freud VII

€ 19,90
ISBN: 978-3-901402-40-1
Autor/en: 
Else Pappenheim

Vergriffen / Nachdruck ungewiss!

Beiträge zur Geschichte der Psychoanalyse, der Psychiatrie und Neurologie Herausgegeben und eingeleitet von Bernhard Handlbauer.

Im VII. Band der Bibliothek Sozialwissenschaftlicher Emigranten des Nausner & Nausner Verlags wird mit Else Pappenheim eine Psychoanalytikerin, Neurologin und Psychiaterin vorgestellt, deren Arbeiten in Österreich wenig bekannt sind. Zwei Drittel der Schriften, die aus den Jahren 1929-1995 stammen, wurden noch nie oder nur auf Englisch publiziert. Sie beinhalten Erinnerungen an die neuropsychiatrische und psychoanalytische Ausbildung in Wien, an die Wiener Sekundararztzeit, an Stationen der Emigration (Palästina, Baltimore, New Haven, New York), an prominente Psychiater und Psychoanalytiker (darunter Annie Reich, Judith Kestenberg, Heinz Hartmann, Ernst Kris, Marie Langer und Eduard Kronold) und geben Aufschlüsse über die Entwicklung der Psychoanalyse in den USA unter dem Einfluss von europäischen Emigranten. Den Schwerpunkt bildet die Geschichte der Wiener Schule der Medizin und der Psychoanalyse: Ernst Freiherr von Feuchtersleben, ein weitgehend vergessener Psychiater und Universitätsreformer des Wiener Vormärz, zugleich ein Vorläufer der modernen Seelenheilkunde; Wilhelm von Mauthner und die Entstehung der Kinderheilkunde in Wien; die Geschichte der von Theodor Meynert geprägten Diagnose der "Amentia"; die Revision der Hysterie-Diagnose von Freuds Patientin Emmy v.N. zugunsten eines neurologischen Syndroms. Weitere Beiträge gehen der Frage nach, warum die Psychoanalyse in Wien entstanden ist, stellen Verbindungen zwischen der österreichischen Zeit- und Wissenschaftsgeschichte her und befassen sich mit der Geschichte der Psychoanalyse in den USA und in der Sowjetunion. Die klinischen Beiträge beinhalten eine Pathographie des Dichters Friedrich Hölderlin. Dessen schizophrene Erkrankung stand am Beginn von Else Pappenheims Interesse für Psychiatrie und Neurologie. In einer Arbeit über einen schizophrenen Architekten, die 1938 gemeinsam mit Ernst Kris in Wien begonnen und erst in New York vollendet wurde, kommt das inzwischen geläufige Thema Kunst und Geisteskrankheit zur Sprache. Zusammenfassungen von neuropsychiatrischen Arbeiten aus den Jahren 1935-1938, Schriften zur kindlichen Trennungsangst und über Studentenberatung, sowie eine neurologische Studie zu einem tödlichen Stromunfall runden den klinischen Teil des Buches ab.

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450 Seiten

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Preis: € 19,90