Zum ersten Mal kommen renommierte Kunsttherapeuten verschiedener Länder in einem deutschsprachigen Buch gemeinsam zu Wort, um neue Entwicklungen, Forschungsergebnisse und offene Fragen der kunsttherapeutischen Theorie und Praxis zu reflektieren. Die internationalen Perspektiven beziehen sich auf Themen und Aspekte, die nach den Jahren der Pionierzeit in vielerlei Hinsicht heute relevant und aktuell sind. Historisch gesehen hat die Kunsttherapie vor mehr als einem halben Jahrhundert in den USA und Großbritannien ihre Anfänge genommen. In diesen Ländern liegt heute ein umfangreiches Spektrum an Wissen und Erfahrungen vor, das in die Fachliteratur Eingang gefunden hat, jedoch bisher kaum ins Deutsche übersetzt wurde. Zudem hat sich gezeigt, dass mit fortschreitender Entwicklung dieses Berufes die Fragestellungen differenzierter werden. Sie richten sich mehr und mehr auf spezifische Themen, die sich aus der theoretischen Diskussion und der klinischen Praxis herauskristallisieren. Dazu gehören die Präzisierung des Berufsbildes, zum Beispiel unter ethischen und soziokulturellen Aspekten, die Suche nach den immanenten Verbindungen zu anderen Disziplinen wie der Kunstgeschichte, Psychoanalyse, Biologie und Kreativitätsforschung, und den aktuellen Entwicklungen in der Praxis, die aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen und neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse beständigem Wandel unterliegt. Die LeserInnen des Buches sollen von diesem Wissen profitieren: die Beiträge der Autoren, die in den USA, England, Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien leben und arbeiten, erweitern die Perspektiven der Kunsttherapie um wichtige bisher kaum in der deutschsprachigen Literatur bedachte Themen. Der international ausgerichtete Blick soll ebenso anregend auf die klinische Praxis wie auf die theoretische Reflexion wirken. 420 Seiten